Phosphor

Phosphor kann gleichermaßen Stahlschädling als auch Legierungselement sein. Die schädliche Wirkung überwiegt, da es zu Versprödung führen kann und die Kaltbrüchigkeit und Sprödbruchneigung erhöht. Aus diesem Grund wird Phosphor in den meisten Fällen weitgehend aus Stahllegierungen entfernt.

Wavellit | Phosphorhaltiges Mineral

Als Legierungselement entfaltet Phosphor seine Wirkung nur in schwach legiertem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von etwa 0,1%. Dann erhöht Phosphor die Festigkeit und verbessert auch die Korrosionsbeständigkeit. In austenitischen Chrom-Nickel-Stählen kann Phosphor die Streckgrenze erhöhen.

Der Einfluss von Phosphor auf die mechanischen Eigenschaften von Stahl:

Eigenschaft Einfluss Grad
Rostbeständigkeit kein Einfluss 0
Härte Verbesserung + 1
Festigkeit Verbesserung + 1
Streckgrenze Verbesserung + 1
Elastizität kein Einfluss 0
Warmfestigkeit kein Einfluss 0
Karbidbildung kein Einfluss 0
Verschleißfestigkeit kein Einfluss 0
Nitrierbarkeit kein Einfluss 0
Dehnung Verminderung - 1
Einschnürung Verminderung - 1
Kerbschlagzähigkeit Verminderung - 3
Schmiedbarkeit Verminderung - 1
Verzunderung kein Einfluss 0
Zerspanbarkeit Verbesserung + 2

Trivia

Der deutsche Apotheker Henning Brand entdeckte zufällig im Jahre 1675 Phosphor. Er war der Meinung, dass menschlicher Urin wegen seiner gelben Farbe zur Goldherstellung geeignet sei. Er kochte etwa 50 Eimer Urin solange, bis er eine wachsähnliche Masse erhielt.

Gold gewann er damit nicht, aber nach einiger Zeit begann die Masse zu leuchten. Teile, die an die frische Luft gebracht wurden, fingen Feuer. Da die Herstellung zu teuer war, konnte kein Nutzen daraus gezogen werden. Erst der deutsch-schwedische Apotheker Scheele konnte 1774 Phosphor aus Knochen herstellen.

Siehe auch

Aluminium

Aluminium lässt sich hervorragend umformen und zerspanen. Es eignet sich besonders für leichte Konstruktionen.

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Bauxit

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Blei

Als Schwermetall kann Blei die Gesundheit gefährden. Als Legierungselement kann es in geringen Mengen die Zerspanbarkeit verbessern.

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