Hochfester Stahl

Hochfester Stahl ist sehr vielseitig anwendbar. Es wird im Brückenbau, Bergbau, Kranbau, Maschinenbau, bei Sicherheitskonstruktionen und in der Offshore-Industrie eingesetzt. Da hochfester Stahl bereits ab sehr dünnen Blechdicken verfügbar ist, wird er auch in der Automobilindustrie eingesetzt.

Da die hohe Festigkeit in feinkörnigen Ausführungen erhältlich ist, lässt sich dieses Material sehr leicht kanten, fräsen, bohren und schneiden sowie schweißen. Besonders die MC-Varianten, wie S420MC und S700MC, eignen sich gut für die Kaltumformung. Hochfester Stahl ist heute in einer Vielzahl von Materialstärken mit einer Streckgrenze von bis zu 1.100 MPa leicht erhältlich.

Noch höhere Zugfestigkeiten bis zu sogar über 1.300 MPa haben mehr Einschränkungen bei den verfügbaren Blechdicken. Der Einsatz dieser Art von extrem festen Materialien ist besonders in der Automobilindustrie üblich, wo beispielsweise Knautschzonen oder Käfigkonstruktionen daraus gefertigt werden.

Hochfester Stahl, auch bekannt als (U)HSLA -(Ultra)High Strength Low Alloy, gehört zu den Baustählen und erfüllt die folgenden Anforderungen:

  • maximal 0,25 % Kohlenstoffgehalt
  • enthält bis zu 5% Legierungselemente
  • gut umformbar
  • gute Schweißbarkeit
  • die Streckgrenze liegt über 355 MPa.

Die Steifigkeit ist bei gleicher Form mit der von konventionellem Baustahl identisch (Elastizitätsmodul). Infolgedessen wird die Durchbiegung bei geringerer Blechdicke und gleicher Form größer sein. Dies erfordert daher Anpassungen bei der Profilierung und Konstruktion von Strukturen und Maschinen.

Die Vor- und Nachteile von hochfestem Stahl

Wenn das Gewicht der Konstruktion eine Rolle spielt, bietet hochfester Stahl einen großen Vorteil. Die Festigkeit von Standardbaustählen, wie S235 oder S355, kann bei Verwendung von hochfesten Stahlsorten bereits mit viel dünneren Materialstärken erreicht werden. Konstruktionen können so viel leichter werden.

Vorteile

  • dünnerer Stahl kann besser geschnitten und verarbeitet werden
  • weniger Gewicht reduziert den Transportaufwand
  • Leichtere Fahrzeuge benötigen weniger Kraftstoff
  • Verschleißteile haben eine längere Lebensdauer und müssen weniger repariert werden

Nachteile

  • muss eventuell vor dem Schweißen vorgewärmt werden
  • Zum Umformen wird mehr Kraft benötigt
  • Die Dauerfestigkeit ist nur geringfügig höher: Es kann zu Ermüdungsbrüchen kommen
  • Tragwerkplaner benötigen sehr viel Fachwissen für die Auswahl des richtigen Stahls

Siehe auch

Brinar

BRINAR ist ein verschleißfester Stahl welcher an mechanisch stark beanspruchten Stellen zum Einsatz kommt.

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Creusabro

CREUSABRO ist ein Hartstahl, der starken mechanischen Belastungen standhält. Hier finden Sie weitere Informationen!

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Duplexstahl

Duplexstahl ist enorm robust, hält Salzwasser stand, ist extrem fest und trotzdem sehr gut umformbar.

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