Molybdän

Molybdän ist ein sehr festes und zähes Übergangsmetall und weist einen silbrig-weißen Glanz auf. Viele Jahrhunderte lang wurde das Metall aufgrund der großen Ähnlichkeit mit Blei verwechselt. Heute wird Molybdän hauptsächlich als Legierungselement verwendet, wird aber auch in anderen Industriezweigen eingesetzt.

Wulfenit | Molybdän-Bleierz

Bei der Stahlherstellung wird Molybdän in der Regel mit anderen Elementen wie Nickel, Chrom und Mangan hinzulegiert. Als Legierungselement ist es für die Stahlherstellung sehr wichtig, da es seine Eigenschaften gut an die Erzeugnisse weitergibt. Man erhält hochfeste, korrosions- und hitzebeständige Stähle, aber auch säurefeste Edelstähle.

Der Einfluss von Molybdän auf die mechanischen Eigenschaften von Stahl:

Eigenschaft Einfluss Grad
Rostbeständigkeit kein Einfluss 0
Härte Verbesserung + 1
Festigkeit Verbesserung + 1
Streckgrenze Verbesserung + 1
Elastizität kein Einfluss 0
Warmfestigkeit Verbesserung + 2
Karbidbildung Verbesserung + 3
Verschleißfestigkeit Verbesserung + 2
Nitrierbarkeit Verbesserung + 2
Dehnung Verminderung - 1
Einschnürung Verminderung - 1
Kerbschlagzähigkeit Verbesserung + 1
Schmiedbarkeit Verminderung - 1
Verzunderung Verbesserung + 2
Zerspanbarkeit Verminderung - 1

Trivia

Molybdän ist ein lebensnotwendiges Spurenelement für alle Organismen, da es zur Enzymbildung benötigt wird. Auch für Pflanzen ist es sehr wichtig, da es zur Bindung des Stickstoffs und zur Verminderung des Nitrats im Wurzelbereich dient.

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