Bauxit

Viele Gesteine und Mineralien enthalten Aluminium. Jedoch ist die Konzentration des Metalls meist so gering, dass sich ein industrieller Abbau nicht lohnt. Die einzige Ausnahme ist Bauxit, ein unscheinbares Erz, welches über einen ausreichenden Aluminiumanteil verfügt, um zur industriellen Gewinnung von Aluminium zu taugen.

Bauxit | Aluminiumerz

Aluminium gehört zu den Metallen, die vom Menschen erst seit einer sehr kurzen Zeit genutzt wird. Im Vergleich zu Eisen und Kupfer, die schon seit mehreren Jahrtausenden verwendet werden, ist Aluminium erst seit etwa 200 Jahren bekannt.

Dafür gibt es mehrere Ursachen. Gediegen Aluminium bildet nur extrem kleine Kristalle und ist ein sehr reaktionsfreudiges Metall. Deshalb kommt es so gut wie nie in reiner Form vor. Das Metall sieht, im Bauxiterz gebunden, unscheinbar aus und hat keinen metallischen Glanz. Mit bloßem Auge ist Aluminium nicht erkennbar.

Australien ist der größte Bauxitförderer der Welt. Das Erz kommt aber praktisch weltweit vor, jedoch in stark unterschiedlicher Konzentration.

Die Gewinnung von Aluminium

Metallhaltige Erze werden normalerweise nach der Förderung stark zerkleinert und geschmolzen. Durch das Schmelzen und die unterschiedlichen Schmelzpunkte lassen sich so die einzelnen Metalle voneinander trennen. Bei Bauxit funktioniert das nicht so einfach. Bauxit ist ein Erz welches neben Aluminiumsilikaten auch Eisen- Titan- und Galliumverbindungen enthält.

Durch schlichtes Aufschmelzen können die chemischen Bindungen nicht voneinander gelöst werden. Da das Aluminium nicht heraus geschmolzen werden kann, werden die ungewollten Stoffe chemisch mit Natronlauge herausgetrennt. Danach wird das Silikat gebrannt, wodurch Aluminiumoxid gebildet wird. Im nächsten Schritt werden das Aluminium und der Sauerstoff durch Elektrolyse voneinander getrennt. Für diesen Vorgang ist enorm viel Energie nötig.

Aufgrund dieses hohen Energieeinsatzes ist die Erzeugung von Aluminium nicht umweltfreundlich. Bezieht man jedoch den gesamten Materialkreislauf in Betracht, wird die energieaufwendige Gewinnung des Aluminiums durch die lohnende Wiederverwertung des Altmetalls wieder wettgemacht. Für das Recycling von Aluminium fallen nur etwa 5 %, des für die Neugewinnung erforderlichen Energieaufwandes an.

Siehe auch

Aluminium

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