Punktschweißen

Punktschweißen ist ein Widerstand-Schweißverfahren und ist eine Methode, bei der kein Schutzgas zugeführt werden muss.

Man nutzt dieses Verfahren in der Blechbearbeitung, im Karosserie- und Fahrzeugbau. Durch die Einwirkung des Drucks auf einer kleinen Fläche sowie der Zuführung des elektrischen Stromes entsteht beim Punktschweißen in kurzer Zeit eine feste Verbindung.

Da durch die Presskraft eine feste Verbindung der Schmelzen entsteht, können mit Einschränkungen auch nicht verschweißbare Rohstoffe verbunden werden. Bei Aluminium wird das Punktschweißen nur selten genutzt.

Group 5 Copy Created with Sketch. 1. Vorbereitung

Um die Werkstücke mittels Punktschweißen miteinander zu verbinden müssen sie präzise zueinander ausgerichtet werden, da eine Korrektur nach dem Verschweißen nicht mehr ohne Weiteres möglich ist.

Group 5 Copy Created with Sketch. 2. Aufpressen der Elektroden

Zum Verschweißen der Werkstücke werden passende Elektroden ausgewählt. Diese bestehen meist aus Kupferlegierungen mit Anteilen von Wolfram und Molybdän, die den hohen Temperaturen standhalten können.

Group 5 Copy Created with Sketch. 3. Der Strom fließt

Nach der Positionierung, wird der Strom zugeschaltet, der mit sehr hoher Leistung von einer Elektrode zur anderen fließt. Das Material wird dabei erhitzt und verflüssigt, wodurch sich so beide Werkstücke verbinden.

Group 5 Copy Created with Sketch. 4. Die Werkstück sind verbunden

Die Dauer des Stromflusses kann variieren. Sind die Teile fest miteinander verbunden, werden die Elektroden entfernt, um den Vorgang am nächsten Punkt zu wiederholen.

Je nach Werkstückgröße kann dieser Schweißvorgang beliebig oft wiederholt werden. So kann trotz der kleinen Schweißpunkte ein hohes Maß an Stabilität erreicht werden.

Technische Funktionsweise

Beim Punktschweißen arbeitet man hauptsächlich mit Wechselstrom. Gleichstrom ist auch möglich, wird aber selten angewendet.

Für das Punktschweißen nutzt man sogenannte Punktschweißzangen. Diese werden vorrangig an mobilen Widerstandsschweißeinrichtungen eingesetzt. Das manuelle Punktschweißen nutzt man heute in Autoreparaturwerkstätten oder in Handwerksbetrieben. Daneben kann das Punktschweißen auch mittels Schweißroboter, welche man beispielsweise aus der Produktion von Automobilen kennt, durchgeführt werden.

Qualitätskontrolle

Will man die Qualität der Punktschweißung überprüfen, muss man auf zwei Dinge achten:

  • Der Punktabdruck hat innen die gleiche Farbe wie das Blech
  • Der äußere Ring ist braun, maximal blau

Wenn diese Merkmale zutreffen, wurde das Material nicht überhitzt und es kann davon ausgegangen werden, dass sich keine Risse gebildet haben. Außerdem sollte der Punkabdruck nicht tiefer als 20% der Blechdicke betragen.

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