Leitfaden für Anfragen - Schneller zu Ihrem Angebot

Vollständige Unterlagen sparen Zeit auf beiden Seiten. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, welche Angaben Rime für eine schnelle, präzise und rückfragefreie Kalkulation benötigt.

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Vollständige Unterlagen - Ihr Vorteil

Unvollständige oder uneinheitliche Angaben führen zu Rückfragen, Verzögerungen und Mehraufwand - auf beiden Seiten. Mit den richtigen Unterlagen erhalten Sie in 1–3 Werktagen ein belastbares, marktgerechtes Angebot ohne Nachbessern.

Direkt-Angebot

Kein Warten auf Rückfragen

Technische Klarheit

Weniger Missverständnisse

Fixer Preis

Kalkulation ohne Puffer

Termintreue

Planbare Produktion

Checkliste - Was jede Anfrage enthalten sollte

Diese Punkte gelten unabhängig vom Fertigungsverfahren. Pflichtangaben ermöglichen eine Kalkulation - optionale Angaben erhöhen die Genauigkeit und vermeiden Nachfragen.

Parameter Zusätzliche Beschreibung Relevanz
Bemaßte technische Zeichnung (PDF) Inkl. Materialangabe, Materialstärke und aller relevanten Toleranzen. Allgemeintoleranzen (z. B. ISO 2768) explizit vermerken. Pflicht
CAD-Datei: DXF, DWG oder STEP Abgewickelte DXF-/DWG-Datei (bereinigt, ohne Hilfslinien) für Laserschneiden und Abkanten. STEP-Datei bei komplexen Bauteilen und Zerspanung empfohlen. Pflicht
Stückliste mit Stückzahlen und Materialgüte Idealerweise als Excel-Datei mit Positionsnummer, Benennung, Werkstoffgüte (z. B. S235JR, 1.4301), Materialstärke und Menge. Pflicht
Beschreibung der gewünschten Bearbeitungsschritte Welche Verfahren soll Rime ausführen? Z. B. Lasern + Kanten + Schweißen + Entgraten. Nur so kann vollständig kalkuliert werden. Pflicht
Gewünschter Liefertermin und Versandart Fixer Wunschtermin oder flexibel? Abholung in Riesa oder Lieferung? Bei Serienabrufen: Rhythmus und Gesamtmenge angeben. Pflicht
Entgraten erforderlich? Ja oder Nein — und wenn ja: Schnittkanten verrunden (Fibergrat), Fasen, beidseitig? Fehlende Angabe führt zu Rückfrage. Empfohlen
Folienseite bei Edelstahl und Aluminium Welche Seite soll foliert bleiben (Sichtseite)? Angabe verhindert unnötige Kratzer und Reklamationen. Empfohlen
Alternativmaterialien Sind Materialsubstitutionen zulässig? Z. B. 1.4404 statt 1.4301, oder S355 statt S235. Flexibilität kann Lieferzeit und Kosten reduzieren. Optional
Auftragsstatus beim Kunden Liegt beim Endkunden bereits ein Auftrag vor? Dies kann bei der Priorisierung berücksichtigt werden. Optional
Oberflächenzustand und Folgeprozesse Soll das Bauteil anschließend lackiert, verzinkt oder pulverbeschichtet werden? Relevant für Schnittkanten, Gewindelöcher und Aufhängepunkte. Optional
Bauteilkennzeichnung / Etikettierung Bei Serienteilen: Sollen Bauteile gekennzeichnet oder etikettiert geliefert werden? Labelingvorgaben bitte frühzeitig mitteilen. Optional

Je nach Verfahren - Was zusätzlich wichtig ist

Über die allgemeine Checkliste hinaus gibt es für jedes Fertigungsverfahren spezifische Angaben, die eine fehlerfreie Kalkulation und Umsetzung erst möglich machen.

Laserschneiden

Faserlaseranlage · Materialdicken bis 50 mm (Stahl/Edelstahl/Alu) · Autogen bis 200 mm

Zusätzlich benötigte Dateien

  • Abgewickelte DXF- oder DWG-Datei — bereinigt, ohne Bemaßungslinien, Schraffuren oder doppelte Linien
  • STEP-Datei — ergänzend bei komplexen Geometrien oder wenn Abkantung folgt
  • Kreise und Rundungen als echte Kreise zeichnen, nicht als Polygone

Konstruktive Hinweise

  • Lochdurchmesser mindestens gleich der Materialdicke (z. B. bei 10 mm Stahl: ⌀ min. 10 mm)
  • Mindeststegbreiten einhalten — bei Nichtbeachtung Verbindungsstege (Mikrostege) vorsehen
  • Innenradien an Ecken: Laserstrahl erzeugt minimale Eckverrundung — bei Passungen beachten
  • Toleranzklasse nach DIN EN ISO 9013 angeben, wenn abweichend von Standard

Hinweis: Bei Materialien über 25 mm Dicke sowie bei Autogenschnitten ändern sich Toleranzen und Oberflächenqualität deutlich. Bitte bei kritischen Maßen vorab abstimmen.

Laserschneiden von Blechteilen

Abkanten & Kantteile

Abkantpressen bis 16.000 mm Länge · Blechdicken bis 25 mm

Bemaßungsregeln für Kantteile

  • Immer Außenmaße bemaßen — nicht Innenkanten oder Neutralfaser
  • Bei stumpfen oder spitzen Winkeln: Bemaßung von der Außenkante bis zum Schnittpunkt der verlängerten Schenkel
  • Bei Z-Stufen: ebenfalls Außenmaße maßgeblich
  • Innenradius angeben (Standard = 1× Materialdicke; Abweichungen explizit notieren)

Zusätzliche Angaben

  • Biegefolge / -richtung bei komplexen Teilen in der Zeichnung oder als Skizze hinterlegen
  • Auf mögliche Werkzeugkollisionen achten (enge Boxprofile, tiefe Z-Stufen)
  • Hilfskantungen und Gegenbiegen kennzeichnen
  • Gewinde und Einpressmuttern: Lage und Typ (z. B. M6 PEM) angeben

Hinweis Schwenkbiegen: Für Materialien mit großem Rückfederverhalten (hochfester Stahl, dickes Alu) bitte Rücksprache halten — Schwenkbiegen kann eine geeignetere Alternative sein.

Abkanten von Blechteilen

Fräsen & Großteilzerspanung

CNC-Bearbeitungszentren · Werkstücke bis 4.200 × 750 mm · Stahl, Edelstahl, Aluminium

Benötigte Unterlagen

  • STEP-Datei zwingend erforderlich — 2D-DXF allein reicht nicht
  • Bemaßte PDF-Zeichnung mit allen Toleranzen und Passungsangaben (z. B. H7, k6)
  • Oberflächenrauheit Ra explizit angeben, wo relevant (z. B. Ra 1,6 auf Dichtflächen)
  • Gewindeangaben vollständig: Typ, Nenngröße, Tiefe (z. B. M12 × 1,75, Tiefe 20 mm)

Konstruktive Hinweise

  • Aufspannflächen und Referenzpunkte kennzeichnen — erleichtert Mehrseiten-Bearbeitung
  • Enge Innentaschen mit kleinem Eckenradius: Mindest-Werkzeugradius beachten (i. d. R. R3–R6)
  • Toleranzen nach ISO 2768 als Allgemeintoleranz angeben, Individualmaße separat kennzeichnen
  • Härteanforderungen und Wärmebehandlung vor der Bearbeitung mitteilen

Hinweis Großteilzerspanung: Bei Werkstücken über 2.000 mm Länge bitte vorab klären, ob das Bauteil in einer Aufspannung gefertigt werden kann oder Umspannen erforderlich ist — dies beeinflusst die erreichbare Gesamtgenauigkeit.

CNC-Fräsen von Großteilen

Schweißbaugruppen

MIG · MAG · WIG · Roboterschweißen · Baugruppen bis 50 t · EN 1090 · DIN 2303

Benötigte Unterlagen

  • STEP-Datei der kompletten Baugruppe — für Kollisionsprüfung und Fertigungsplanung
  • PDF-Zeichnung mit eindeutigen Schweißnahtangaben nach DIN EN ISO 2553 (Schweißnahtsymbole, Nahtdicken, Nahtart)
  • Stückliste mit allen Einzelteilen, Materialien und Stückzahlen
  • Angabe des Nahtgüteniveaus (z. B. EN 1090 EXC 2) sofern normativ gefordert

Konstruktive Hinweise

  • Schweißreihenfolge und Spannvorrichtungshinweise wenn möglich angeben — reduziert Verzug
  • Toleranzen für geschweißte Baugruppen nach EN ISO 13920 angeben (Klasse A–D)
  • Bearbeitungsaufmaß bei anschließender Zerspanung einplanen
  • Angabe ob Richt- und Nacharbeit nach dem Schweißen zulässig ist
  • Bei CE-kennzeichnungspflichtigen Bauteilen: Ausführungsklasse (EXC 1–4) frühzeitig nennen

Wehrtechnik DIN 2303: Für Schweißkonstruktionen im Rüstungsbereich (BAAINBw) ist Rime nach DIN 2303 zugelassen. Bitte bei der Anfrage explizit auf die Norm hinweisen, damit die korrekte Dokumentation geplant werden kann.

Schweißbaugruppen

Toleranzangaben richtig einsetzen

Eine fehlende oder unklare Toleranzangabe in der Zeichnung zwingt Rime dazu, Annahmen zu treffen - oder nachzufragen. Beide Wege kosten Zeit. So machen Sie es richtig.

Allgemeintoleranzen

ISO 2768 (Längen & Winkel) · DIN 7168 (veraltet, noch gebräuchlich)

  • ISO 2768-f (fein) – Präzisionsteile
  • ISO 2768-m (mittel) – Standard
  • ISO 2768-c (grob) – Schweißkonstruktionen
  • ISO 2768-v (sehr grob) – Rohteile

Schweißbaugruppen-Toleranzen

EN ISO 13920 — speziell für geschweißte Konstruktionen

  • Klasse A (eng) – Maschinen, Präzision
  • Klasse B (mittel) – Standard, Schweißbaugruppe
  • Klasse C (grob) – Stahlbau
  • Klasse D (sehr grob) – Rohbau

Laserschneiden

DIN EN ISO 9013 · Toleranzklasse 1

  • bis 3 mm Dicke – ± 0,10 mm
  • 3–10 mm Dicke – ± 0,15 mm
  • 10–25 mm Dicke – ± 0,20 mm
  • 25–50 mm Dicke – auf Anfrage

Abkanten

Richtwerte — abhängig von Material und Länge

  • Winkelgenauigkeit – ± 0,5°
  • Schenkellänge – ± 0,3 mm
  • Gesamtlänge – ± 0,5 mm
  • Rückfederung – materialabhängig

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Vom Eingang Ihrer Anfrage zum Angebot

Nach Eingang Ihrer vollständigen Unterlagen läuft der Prozess so ab:

1

Anfrage einreichen

Zeichnungen, CAD-Dateien und Stückliste per E-Mail oder Kontaktformular an Rime senden.

Dateien unter 10 MB per E-Mail · größere Pakete auf Anfrage per WeTransfer oder FTP

2

Kalkulation & Angebot

Rime prüft die Unterlagen auf Machbarkeit und erstellt ein verbindliches Angebot.

Einfache Anfragen: 1–2 Werktage · Komplexe Baugruppen: bis 3 Werktage

3

Auftragserteilung & Start

Nach Ihrer Auftragsbestätigung und Zeichnungsfreigabe beginnt die Fertigung.

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