Unterpulverschweißen (UP / SAW)
Rime verfügt über umfangreiche Erfahrung im Unterpulverschweißen und ist dafür zertifiziert.
Das Unterpulverschweißen zeichnet sich durch eine hohe Abschmelzleistung sowie eine relativ hohe Einschaltdauer aus und erreicht dadurch eine hohe Effizienz.
Unterpulverschweißen – das Verfahren
Beim Unterpulverschweißen wird ein Schweißdraht kontinuierlich mit einer voreingestellten Geschwindigkeit von einer Spule oder aus einem Drahtfass zugeführt. Durch die elektrische Spannung zwischen dem Draht und dem Werkstück entsteht ein Lichtbogen.
Zum Schutz der Schweißnaht wird kontinuierlich eine definierte Menge körniges Schweißpulver (Flux) zugeführt. Das Fluxmittel schmilzt bzw. reagiert teilweise und erzeugt dabei ein Schutzgas. Zusätzlich bildet sich eine Schlacke, die die heiße Schweißnaht vor äußeren Einflüssen schützt und Oxidation verhindert.
International ist das Unterpulverschweißen als Submerged Arc Welding beziehungsweise kurz SAW bekannt.
Das Unterpulverschweißen zeichnet sich durch eine hohe Abschmelzleistung und einen tiefen Einbrand aus.
Merkmale des Unterpulverschweißens
Das Unterpulverschweißen ermöglicht das Arbeiten mit sehr hohen Schweißströmen und dadurch eine hohe Abschmelzleistung.
Die Durchmesser der verwendeten Schweißdrähte betragen häufig Ø 4 mm oder mehr. Es ist sogar möglich, mit Bandelektroden zu schweißen, um breite Schweißnähte bereits in wenigen Lagen vollständig zu füllen.
Das Unterpulverschweißen wird nahezu immer automatisiert durchgeführt. Dadurch wird eine äußerst gleichbleibende und konstante Schweißqualität erreicht.
Vorteile des Unterpulverschweißens
- Hohe Abschmelzleistung
- Hohe Einschaltdauer
- Durch die Automatisierung eine sehr konstante Schweißqualität
- Kaum Nachbearbeitung erforderlich, unter anderem durch das Ausbleiben von Schweißspritzern
- Durch die hohe Stromstärke ist ein tiefer Einbrand möglich
- Durch die Art der Abschirmung sind die Geräuschentwicklung sowie die Emission gefährlicher UV-Strahlung deutlich geringer
Nachteile des Unterpulverschweißens
- Hoher Wärmeeintrag (Heat Input), wodurch Schrumpf- oder Heißrisse entstehen können
- Da das Schmelzbad nicht sichtbar ist, ist eine Korrektur bzw. Prozessnachregelung schwieriger
- Schweißungen können aufgrund des losen, körnigen Fluxmittels nur in Wannenlage ausgeführt werden
- Weniger geeignet für komplexe Bauteile oder Konstruktionen
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